Idylle in der Cumberland Bay

Veröffentlicht am 24. Februar 2026 um 20:25

Die Cumberland Bay liegt im Norden von Saint Vincent. Sie bietet nur einigen Schiffen Platz. Bis kurz vor dem Ufer liegen die Tiefen der Bucht bei rd. 30 Metern, erst in unmittelbarer Ufernähe wird es flacher.

Wir werden eingewiesen. Schon vorne an der Einfahrt in die Bucht hat uns Vincent abgepasst. „ Where you go“, fragt er. Dann fährt er voraus zum Ankerplatz, ordnet an, wo der Anker zu fallen hat und verlangt eine lange Leine. Mit ihr fährt er zum Strand der Bucht, zerrt und verlangt mehr Leine, bis er eine groß gewachsene Palme erreicht hat und die Leine dort befestigt. Schon folgt sie Anweisung, die Leine dicht zu nehmen. Sie vergrößert quasi den Ankerraum in der kleinen Bucht, weil sie Xenie‘s Schwojenkreis reduziert. Auch die anderen Yachten sind auf gleiche Art und Weise festgemacht. Mich erinnert das Festmachen an vergangene Segelurlaube in den schwedischen Scheren.
Bevor wir uns versehen ist Vincent wieder längsseits. Er fragt, ob wir Abends ins Mojito‘s gehen und essen möchten. Wir nicken. Sofort bekommen wir die Speisekarte mit der Frage nach der Uhrzeit vorgelegt. Axel entscheidet sich für Huhn, ich für Rippchen; Essenszeit 19:00 Uhr. Schnell wird das Schiff aufgeklart, bevor der Sprung in das nicht so kühle Nass der Karibik folgt. Bis 19:00 ist Siesta. Als wir uns mit dem Dinghy ins Mojito‘s aufmachen, ist es schon dunkel und die Terrasse des Lokals bis auf den letzten Platz ausgebucht. Uns und unseren hungrigen Mägen schwant Böses, langes Warten auf das Essen. Falsch: Wir werden kurz gefragt, ob wie vorbestellt haben, wenig später stehen  die georderten Menüs vor uns. Perfekt. Deutsche Tugend. Wir genießen den Abend, bevor wir nach einem langen Schlaf in Abrahams Bucht in Richtung Marigot Bay auf Saint Lucia aufbrechen, der angeblich schönsten Bucht der Karibik. Nach der Cumberland und Admirality Bay bin ich auch die Steigerung gespannt.

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