Eindeutig: Ein Tag auf Martinique ist zu wenig. Dafür, dass wir nur einen Tag eingeplant haben, gibt es zwei Gründe: den Rückflug von Axel Ende Februar ab Guadeloupe und den Plan, zwei Tage auf Dominica zu bleiben. Wir segeln also an den Buchten Les Anses-D' Arlet und Grande Anse vorbei, um nur zwei nennen, die eigentlich viel versprechende Ankerplätze gewesen wären.
In der Bucht bei Saint Pierre binden wir Xenie an eine Mooring. Ich bin kurz genervt. Mit Sailclear konnte ich die letzten Tage die obligatorischen Besuche beim Zoll zum Einklarieren auf den jeweiligen Inseln vorbereiten. Martinique und Guadeloupe sind französisch und haben ihr eigenes Clearingsystem. Im Internet firmiert es unter Démarche Numérique. Zum Glück hatte ich beim Yachtversorger in der Rodney Bay einen deutschen Segler getroffen, der mich genau darauf hinwies und mir die Internetseite nannte. Jetzt quäle ich mich durch das französische Formular mit kleinen englischen Untertiteln und gebe alles ein, was schon bei Sailclear hinterlegt ist. Zum Glück geht das Einklarieren schneller als auf den anderen Inseln und belastet die Bordkasse nur mit 5 €. Für die Mooring zahlen wir 15 €.
Wir nutzen den Nachmittag, laufen ein wenig durch den Ort und finden ein kleines Kunstcafe, bevor wir am Abend mit dem Strandbartesting fortfahren. Die nachfolgenden Bilder zeigen, wie schön Ort und Bucht sind. Bei unserer Abreise am nächsten Morgen zeigt sich der Himmel kurz wolkenlos und lässt ein Foto des Vulkanberges zu. Zuletzt brach der Vulkan 1902 aus. Im Ort überlebten von damals 28000 Einwohnern den Ausbruch nur zwei Menschen. Eine Memorial erinnert an dieses schreckliche Ereignis. Bei uns liegt der Kurs nach Dominica an.
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